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Symposium 2025

25. - 26. April 2025

Münster, Mövenpick Hotel

Dentalhygiene & parodontale Erkrankungen

Liebe Patientin,
lieber Patient,

Ihre eigenen Zähne sind Gold wert, denn sie bedeuten Lebensqualität.

Parodontitis ist eine oft übersehene Krankheit, die meist schmerzfrei verläuft. Die Behandlung ist ein wichtiger Schritt für Ihre Mund- und Allgemeingesundheit.

Parodontitis ist eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates, die durch Knochenverlust gekennzeichnet ist und unbehandelt zum Zahnverlust führt.

Die Dentalhygieniker*in ist gemeinsam mit Ihrem Zahnarzt*in die spezialisierte Fachkraft für parodontale Erkrankungen. Ein dauerhafter Behandlungserfolg ist nur durch eine gute Zusammenarbeit von Ihnen und uns möglich.

Wir haben Ihnen in dieser Broschüre allgemeine Informationen zu der Erkrankung zusammengestellt. Wir setzen auf Teamarbeit. Lassen Sie sich in Ihrer Zahnarztpraxis beraten.

Herzliche Grüße

Ihr Team vom Berufsverband deutscher Dentalhygienikerinnen e.V.

Laden Sie sich die Broschüre gratis herunter!

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Quadratisch

14,8 x 14,8 cm

28

Seiten

bis zu 50

Exemplare

Kostenlos

für BDDH Mitglieder

Zahnfleischentzündung (Gingivitis)

Wie stelle ich fest, ob ich an
Parodontitis erkrankt bin?

Ihre Zahnarztpraxis kann mit Hilfe eines Schnellbefundes (PSI) feststellen, ob Ihr Zahnfleisch gesund oder krank ist. Dieser Test nimmt wenig Zeit in Anspruch und sollte in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden.

Werden Zahnfleischerkrankungen frühzeitig erkannt, sind sie gut behandelbar.

Durch die regelmäßige Teilnahme an präventiven Maßnahmen im Rahmen der professionellen Zahnreinigung (Professionel Mechanical Plaque Removal kurz PMPR ) kann eine Entstehung einer Parodontitis verhindert werden.

Gingivitistherapie

Warum fördern professionelle Zahnreinigungen (PMPR) die orale Gesundheit?

Welche Mundhygieneprodukte sind empfehlenswert?

Parodontitis

Kann ich durch eine gute Mundhygiene Parodontitis heilen?

Nein. Eine gute Mundhygiene kann nicht alleine zu einer Ausheilung der Parodontitis beitragen. Eine gute Mundhygiene ist unerlässlich um das Voranschreiten der Parodontitis zu verhindern.

Kann Zahnstein eine Entzündung verursachen?

Zahnstein entsteht aus verbliebenen Biofilm, der sich durch Mineralien aus dem Speichel verhärtet. Seine Oberfläche ist rau, weitere Bakterien können sich gut anhaften und die Entzündung weiter unterhalten.

Anzeichen/Zeichen einer Parodontitis:

Zahnfleischrötung und Schwellung

Zahnfleischbluten

Zahnfleischrückgang (Rezessionen)

Zahnlockerung

Zahnwanderung

Mundgeruch

Beeinflusst Parodontitis meine Allgemeingesundheit?

Bakterien aus der Mundhöhle können durch den Blutkreislauf in den gesamten Körper gelangen und Einfluss auf die Allgemeingesundheit nehmen.

Parodontale Erkrankungen beeinflussen:

Bei wem kann sich eine Parodontitis entwickeln?

Bei entsprechenden Risikofaktoren kann jeder eine Parodontitis entwickeln. Meist beginnt sie jedoch erst im höheren Erwachsenenalter. In sehr seltenen Fällen kann sie auch schon im Jugendalter entstehen.

Habe ich ein erhöhtes Risiko an Parodontitis zu erkranken?

Es gibt beeinflussende Risikofaktoren für die Entstehung einer Parodontitis. Die am häufigsten vorkommenden Faktoren sind, neben einer unzureichenden Mundhygiene:

Sie können den Verlauf der Erkrankung, sowie die Behandlungsergebnisse negativ beeinflussen. Weitere Einflussfaktoren sind Medikamente, Adipositas, eine genetische Veranlagung und Fehlernährung.

Ihr Zahnarzt oder Ihre Dentalhygienikerin kann Sie umfassend zu den Themen beraten.

Parodontitisbehandlung

Um eine Parodontitis erfolgreich zu behandeln, sind systematisch aufeinanderfolgende Behandlungsschritte notwendig.

1.Therapiestufe

Empfehlenswert sind 2-3 Sitzungen

2. Therapiestufe: Antiinfektiöse Therapie (Parodontitisbehandlung)

Reevaluation (Nachkontrolle zur Neubeurteilung)

4. Therapiestufe: Parodontale Nachsorge / unterstützende Parodontitistherapie (UPT)

Nachsorge / unterstützende Parodontitistherapie (UPT)

Wie oft ist die UPT notwendig?

Kann ich meine Zähne durch die Nachsorge erhalten?

Wie häufig die Nachsorge bei Ihnen notwendig ist, hängt von Ihrem persönlichen Risiko ab (Mundhygiene, Parodontitis-Stadium, allgemeine Erkrankungen, Rauchen usw.)

Die UPT kann zwei bis vier Mal im Jahr empfehlenswert sein.

Dadurch wird die Bakterienmenge stark reduziert, das Risiko für einen weiteren Verlust des Zahnhalteapparates sinkt.

Gleichzeitig hat es einen positiven Einfluss auf Ihre Allgemeingesundheit. Der Körper (das Immunsystem) ist in der Lage ein Gleichgewicht zwischen guten und schlechten Bakterien zu halten. Die UPT ist ein Leben lang empfehlenswert.

Was ist der Unterschied zwischen einer professionellen mechanischen Plaquereduktion (PMPR) und der unterstützenden Parodontitistherapie (UPT)?

Eine PMPR wird bei parodontal gesunden Patienten zur Vorbeugung durchgeführt. Sie besteht aus folgenden Behandlungsschritten:

PMPR (Professionelle mechanische Plaquereduktion) wurde früher auch als PZR bezeichnet.

Die UPT ist eine Therapie für parodontal erkrankte Patienten. Bei der UPT werden die Behandlungsschritte einer PMPR, um weitere notwendige Maßnahmen ergänzt:

Kann auch an einem Implantat eine Entzündung entstehen?

Es kann zu einer bakteriellen Entzündung am Zahnfleischrand (Mukositis) und des umliegenden Knochens (Periimplantitis) von Implantaten kommen. Hat sich eine Periimplantitis einmal entwickelt, kann der Verlauf viel schneller sein als an einem natürlichem Zahn.

Behandlung von Implantaten

Die Prävention von Implantaten ähnelt der von natürlichen Zähnen. Eine professionelle mechanische Plaquereduktion (PMPR) mit Parodontalbefunden dient der Gesunderhaltung.

Für die häusliche Mundhygiene kann eine besondere Anleitung hilfreich sein. Es ist möglich, dass die Pflege der Implantate – und dem zugehörigen Zahnersatz – erschwert ist. Ihre Praxis unterstützt Sie gerne dabei.

Unser Ziel ist es, Erkrankungen am Stützgewebe von Implantaten zu vermeiden oder frühzeitig zu erkennen. Eine regelmäßige Prophylaxe-Sitzung in Ihrer Praxis ist notwendig.

Ist eine Periimplantitis diagnostiziert, zieht die Therapie oft weitere chirurgische Eingriffe und Kosten mit sich.

Unterstützt durch: