Einfluss des Rauchens auf die Parodontitis

Raucher haben ein sehr viel höheres Risiko an einer Parodontitis zu erkranken als Nichtraucher.
Ursache sind mehrere Faktoren:

  • Rauchen verengt die Blutgefäße. Die Folge ist eine schlechtere Durchblutung im gesamten Körper und auch in der Mundhöhle. Dadurch gelangen weniger Abwehrzellen zum Zahnfleischsaum und in den Bereich bestehender Zahnfleischtaschen. Bakterien können so den Zahnhalteapparat intensiver schädigen als bei einer normalen Durchblutung.
  • Abwehrzellen werden durch das Rauchen in ihrer Funktion eingeschränkt.
  • Rauchen stimuliert körpereigene Zellen, dadurch wird vermehrt Knochen abgebaut.
  • Rauch in der Mundhöhle verschafft gute Lebensbedingungen für aggressive Bakterien.

All diese Faktoren sorgen dafür, dass ein schneller Knochenabbau einsetzt, da die natürlichen Schutzfunktionen des Körpers behindert werden.
Die Behandlungserfolge nach einer Parodontitis-Therapie sind bei Rauchern geringer als bei Nichtrauchern. Ein Therapieversagen ist auch möglich.
Die Wahrscheinlichkeit, trotz Behandlung, langfristig Zahnverlust zu erleiden ist wesentlich höher als bei Nichtrauchern!

Auch die Entstehung von Mundhöhlenkrebs wird durch das Rauchen erheblich begünstigt!

Es lohnt sich immer das Rauchen aufzugeben oder den Konsum deutlich einzuschränken!